Ist mein Chef ein Psycho?

Ist ihr Chef eine psychopathische Persönlichkeit?
Psychopathen haben mehrere Gesichter.

Einige Arbeitnehmer fragen sich, ob Ihr Chef ein Psychopath sein könnte. Mit unseren Tipps können Sie es herausfinden. 

Psychopath: Was ist damit gemeint?

Was man genau unter einem Psychopathen versteht, ist nicht abschließend definiert. Meist beruft man sich für die Klassifikation psychologischer Erkrankungen auf spezielle Systeme, in den die Symptome beschrieben werden. In unserem Fall sind das DSM-5 und ICD-10. Jedoch finden sich hier keine konkreten Listen mit Symptomen oder einem Leitbild.

Psychologen und Psychiater sprechen jedoch von einer psychopathischen Persönlichkeitsstörung, wenn der Mensch 

  • sich nicht oder nur schlecht in andere einfühlen kann (wenig Empathie zeigt)
  • kaum Reue bei Verfehlungen zeigt (eins schlechtes Gewissen ist den meisten Psychopathen fremd)
  • sich manipulativ anderen Menschen gegenüber verhält (Psychopathen haben keine Skrupel, andere Menschen auszunutzen)
  • sehr charmant sein kann, dieses Verhalten allerdings sehr gezielt einsetzt. 

Psychopathen kommen in Chefetagen häufiger vor

Nun sind das Eigenschaften, die in einigen Jobs gute Karrierechancen bieten. Wer kaltblütig über andere Menschen triumphieren möchte, kann in einigen Wirtschaftsbereichen schnell vorankommen. Und genau das scheinen auch einige Zahlen zu belegen: Während in der Gesamtbevölkerung damit gerechnet wird, dass sich unter 200 Personen ein Psychopath befindet, sind es im Finanzsektor fünf- bis siebenmal so viele. Allerdings muss man hier immer bedenken, dass es sich nicht um Irre handelt, die eigentlich eingesperrt gehören. 

Die Dominanz und das Streben nach Macht, die diese Psychopathen an den Tag legen, helfen ihnen dabei, Erfolg im Job zu haben. Dabei ist allerdings noch ein weiterer Faktor entscheidend. 

Psychopathen: Bildung ist wichtig

Die Art und Weise der Bildung des psychopathisch veranlagten Menschen spielt eine große Rolle dabei, wie er sich entwickelt und ob er vielleicht unser Chef werden könnte. Psychopathen mit geringerer Bildung legen eher sogenanntes „toxisches“ Verhalten an den Tag. Das bedeutet, dass sie eher destruktiv sind und dazu neigen, Erfolge zu zerstören, oder erst gar keine zu erlangen.

Psychopathen, die über eine gute Bildung verfügen, können unter Umständen schon unser Vorgesetzter werden. Sie schaffen es nämlich, mit großer Durchsetzungskraft die Dinge zu erreichen, die sie möchten – in den meisten Unternehmen kommt das gut an. 

Woran erkenne ich, ob mein Chef ein Psychopath ist

Jetzt stellen Sie sich vielleicht die Frage, wie Sie herausfinden können, ob auch Ihr Chef ein Psychopath ist. Ein Hinweis könnte sein, wenn Ihr Chef folgende Verhaltensweisen zeigt:

  • Er hat ein extrem großes Selbstwertgewühl.
  • Er scheut sich nicht, zu seinem Vorteil zu lügen.
  • Er zeigt keine Reue und auch kein Schuldbewusstsein.
  • Er möchte alles und jeden in seinem Umfeld manipulieren und zu kontrollieren.
  • Er zeigt sich schnell gelangweilt und wechselt dann die Aufgabe. Was aus der urtümlichen Aufgabe wird ist ihm dabei ziemlich egal.
  • Er wechselt schnell und unvorhersehbar seine Meinung und sein Verhalten. Zunächst lobt er Sie für eine Idee oder die Erledigung einer Aufgabe, kann Sie aber im nächsten Moment genauso schnell wieder schlecht machen. 
  • Er ist sehr impulsiv. Hat er einen Einfall, der ihm als großartig vorkommt (was bei einem Psychopathen die Regel sein dürfte), verfolgt er ihn ohne Wenn und Aber und ohne Rücksicht auf Verluste. 

Wie gehe ich mit einem psychopathischen Chef um?

Sie können mehrere der oben genannten Anzeichen auch bei Ihrem Chef beobachten? Dann haben wir ein paar Hinweise, wie Sie mit ihm umgehen können:

  • Akzeptieren Sie das Verhalten. An Gefühle appellieren bringt nichts.
  • Misstrauen Sie ihm. Seien Sie jederzeit wachsam und rechnen Sie mit dem Schlimmsten.
  • Manipulieren auch Sie. Versuchen Sie durch geschickte Manipulation das Verhaltne zu erreichen, das Sie sich wünschen.

Grundsätzlich sollten Sie es jedoch bei den Maßnahmen nicht übertreiben. Es handelt sich immer noch um Ihren Vorgesetzten und der sitzt naturgemäß am längeren Hebel. 

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