Stress beim Autofahren – das hilft wirklich


Obwohl viele Menschen das eigene Auto als eine Auslebung ihrer Freiheit verstehen, kann Autofahren auch jede Menge Stress bedeuten. Für den Stress beim Autofahren gibt es ganz unterschiedliche Gründe und auch die Folgen unterscheiden sich von Autofahrer zu Autofahrer. Quelle Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de

Ein Auto ist für viele Menschen ein täglicher Gebrauchsgegenstand. Wir fahren damit zur Arbeit, erledigen Einkäufe und unternehmen Urlaubsreisen mit dem eigenen Auto. Gerade bei den alltäglichen Fahrten kann das Autofahren jedoch in Stress ausarten. Staus bringen unseren Zeitplan durcheinander, Baustellen zwingen uns dazu, den gewohnten Fahrweg zu verändern, und andere Verkehrsteilnehmer sorgen durch ihr rücksichtsloses Verhalten ebenfalls für Stress beim Autofahren. Jörg Kubitzki ist Unfallforscher und kennt die Folgen von zu viel Stress beim Autofahren. Er erklärt, dass das Unfallrisiko zunimmt, Autofahrer unaufmerksam werden und damit nicht nur eine Gefahr für sich selbst, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer darstellen. Beim persönlichen Stressempfinden spielt auch die Gesamtsituation eine wichtige Rolle. Zeitdruck und allgemeine Anspannung erhöhen den Stress beim Autofahren zusätzlich. Wird dieses Stressempfinden am Steuer zur Regel, dann drohen sogar körperliche Folgen, berichtet Sven Rademacher, der beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat tätig ist. Langzeitfolgen von Stress können Depressionen, chronische Müdigkeit, ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle und eine verminderte Konzentration sein.

Was hilft gegen Stress beim Autofahren?
Experten sind sich darüber einig, dass die innere Einstellung einen wichtigen Beitrag dazu leistet, dass sich der Stress beim Autofahren reduziert. Wer zu einem Termin mit dem Auto fährt, der sollte einen zeitlichen Puffer einplanen. Dann sind rote Ampeln, Staus und die Suche nach einem Parkplatz deutlich entspannter. Auch sollten Verkehrsteilnehmer ihre Aggressionen kontrollieren. Beschimpfungen und der legendäre Mittelfinger ändern nichts an einem Stau oder dem Fehlverhalten anderer Autofahrer. Kubitzki rät außerdem dazu, beim Autofahren ruhige Musik anzustellen und anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber Nachsicht walten zu lassen, wenn es zu Fahrfehlern kommt. Sollten diese Maßnahmen den Stress beim Autofahren nicht deutlich reduzieren, dann können auch Experten helfen.