Dropouts an Schulen – Experten fordern Maßnahmen


Dropouts an Schulen und in der Ausbildung haben laut aktueller Studie drastisch zugenommen. Experten fordern nun Maßnahmen gegen Dropouts an Schulen und in der Lehre. Quelle Bild: www.bilderbox.com

Zahl der Dropouts an Schulen
Dropouts an Schulen gehören inzwischen leider zum regelmäßigen Ereignis, so bricht einer von sechs Lehrlingen seine Lehre vorzeitig ab und einer von acht Schülern an einer höheren Schule beendet seine schulische Laufbahn ohne Abschluss. Immerhin wechseln fast die Hälfte der Schüler, der aktuellen Studie nach, nach den Dropouts an Schulen direkt in eine Ausbildung. Bei den Lehrlingen alarmiert allerdings auch die Zahl derer, die zumindest im ersten Anlauf die abschließende Prüfung nicht schaffen. Immerhin 18 Prozent der Lehrlinge sind davon betroffen. Rudi Kaske, aktueller AK Präsident, äußerte sich letzten Monat anlässlich einer Pressekonferenz in Wien zum Thema Dropouts an Schulen und fordert ein aktives Entgegensteuern. Die Zahl der Dropouts an Schulen dürfe laut Kaske nicht weiter steigen, sondern müsse viel mehr gesenkt werden.

Maßnahmen gegen Dropouts an Schulen
AK Präsident Kaske fordert nun die Ausweitung der aktiven Maßnahmen gegen Dropouts an Schulen. Denkbar wäre zum Beispiel eine Berufsorientierung als Schulfach nicht nur an Mittelschulen, sondern auch für Gymnasien vorzusehen. Außerdem könnte es laut Kaske gegen Dropouts an Schulen und in der Ausbildung helfen, wenn die Lehrstellenförderung nur noch dann an Betriebe gezahlt wird, wenn der Lehrling zur abschließenden Prüfung antritt. Eine weitere Maßnahme gegen Dropouts an Schulen könnte die Ausweitung des Unterrichts auf Ganztagsschulen sein, um Schüler auf den späteren Arbeitsalltag in der Lehre vorzubereiten. Es müssen jedoch nicht äußere Umstände oder eine mangelnde Vorbereitung auf die berufsbildende Schule oder Lehre sein, die zum Abbruch führen. Kaske weiß, dass das Angebot bestimmter Schulen in ländlichen Regionen zu dünn ist und nicht immer den Interessen der Schüler entspricht. Hier fordert der AK Präsident eine Ausweitung der Angebote, um jedem Schüler gerecht zu werden. Motivation und Durchhaltevermögen hängen immer von Interesse und Begeisterung ab.