Gehört die Seele zum Körper in der Psychologie?

Naturmediziner sehen immer den ganzen Menschen mit Körper und Seele (Psyche); die meisten Schulmediziner tun dies nicht. Das ist auch bei Asthma der Fall. Lunge und Psyche sind eng miteinander verknüpft, was zur Folge hat, leidet die Psyche, leidet auch die Lunge. Dann kann es für den Menschen gefährlich werden. Denken wir an viele unserer Aussprüche wie beispielsweise “Die Angst schnürt mir die Kehle zu” oder “Mir stockt der Atem”. Psychologen wissen, wenn der Mensch unter Stress gerät, dann sagt unser Instinkt: flieh. Der Körper bereitet sich entsprechend auf das Fliehen vor Stress vor. Die Atmung geht schneller, damit der Körper mehr Luft bekommt. In der Regel führt dies zur Erweiterung unserer Atemwege.

Colorful Mind series. Backdrop composed of human head and fractal colors and suitable for use in the projects on mind, dreams, thinking, consciousness and imagination
 

Asthma

Bei Asthmakranken ist dies genau anders: bei ihnen verengen sich die Atemwege, was komplett kontraproduktiv ist. Warum das der Fall, konnte bis heute nicht geklärt werden. Allerdings wird Asthma, wie auch eine chronische Lungenerkrankung (COPD) meist von Ängsten und Depressionen begleitet. Dies ist eine Kombination, die für den Betroffenen sehr gefährlich ist. Allerdings sind nur wenige bereit, über diesen Zusammenhang zu sprechen. Die Patienten werden mit ihren Ängsten, anders als Krebspatienten, im Stich gelassen. Fakt ist, wer COPD hat, fällt nach der Diagnose in ein Loch, findet keinen Ausweg. Damit verlieren Patienten oft ihre Lebensfreude und meist auch einen Teil ihrer Lebenszeit, denn es ist erwiesen, dass Frauen mit COPD öfters Depressionen haben und ihre Lebenserwartung deutlich geringer ist als bei anderen Menschen.

Dr. Kenn

Professor Klaus Kenn ist der Meinung, dass viele CIOD-Patienten keine Depressionen haben, sondern nur jemanden brauchen, der ihnen zuhört. Angst ist ein Faktor, der die Krankheit verschlimmern kann. Wer Angst hat, der atmet anders und in der Regel falsch. Damit bekommt der Körper weniger Sauerstoff und der Patient gerät in Atemnot.

Gefahren

Sobald wir uns in eine gefährliche Situation begeben, haben wir Angst. In diesem Zustand schüttet der Körper mehr Adrenalin aus, damit wir schneller und effektiver reagieren können. Bei einigen Menschen ist die Angst täglich vorhanden, sei es Platzangst im Aufzug, Angst vor Mäusen, Spinnen, Schlangen und anderen Tieren sowie Prüfungsangst oder, was auch vorkommt, die Angst vor anderen Menschen. Bei einigen Menschen treten diese Angstzustände ohne ersichtlichen Grund auf. Diese Menschen sind dann oft nicht mehr in Lage, ihren Alltag zu meistern.

Depressionen

Neben Depressionen gehört Angst mit Panikattacken sowie Beklemmungsgefühle, Angst zu Ersticken sowie Schwindel, Herzrasen und Schweißausbrüche zu den häufigsten psychischen Problemen. Besonders die Angst vor Ersticken, kann zu Anfällen und Atemnot führen, die einem Asthmaanfall ähnlich sind.