Haltung beim Händchen halten symbolisiert soziale Dominanz in Beziehung


Die Psychologie Studie von Terry Pettijohn zeigt: Händchen halten könnte auf soziale Dominanz in der Beziehungskonstellation hindeuten.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist das Händchen halten mit dem eigenen Partner, dem Kind oder dem Geschwisterchen keine banale Angelegenheit. Einer neuen Psychologie Studie zufolge könnte sich im Händchen halten die Beziehungskonstellation wiederspiegeln. (Quelle Bild: www.bilderbox.com)

Der Psychologie Terry Pettijohn (Coastal Carolina University) führte kürzlich eine Studie mit vier Studenten durch. Ihre Aufgabe bestand darin, ihre Mitmenschen – Geschwisterkinder, Liebespärchen und Eltern mit ihren Kindern – beim Händchen halten zu beobachten.  Das Ergebnis der Studie ist verblüffend, denn bei den insgesamt 880 Paaren befand sich beim Händchen halten in 88 Prozent der Fälle  die Hand des Mannes auf der oberen Seite. Bei Eltern, die mit ihren Kindern Händchen halten, befindet sich die Hand des jeweiligen Elternteils zu 98 Prozent oben. Zum gleichen Ergebnis kommt man bei der Beobachtung von Geschwisterkindern, bei denen sich die Hände der Älteren oben befinden.

Händchen halten – Handstellung als Symbol für soziale Dominanz

Die Forscher der Psychologie Studie gehen davon aus, dass die Handstellung beim Händchen halten etwas über die soziale Dominanz in der jeweiligen Beziehungskonstellation preisgibt. Die Studie ergab, dass Frauen ihre Handposition, je nachdem, ob sie mit ihren Partnern oder mit ihren Kindern Händchen halten, verändern.  Nichtsdestotrotz könnte das Ergebnis auch auf eine Art Schutzgeste hindeuten. Schließlich kam in der Studie auch der Körpergröße eine entscheidende Rolle zu. In Partnerschaften, in denen die Frauen größer waren als deren Männer, befand sich die Hand des Mannes nämlich lediglich noch in 68 Prozent der Fälle oben. Die Frage, wie man diese Ergebnisse nun genau deuten soll, bleibt aktuell noch unbeantwortet, aber die Idee ist und bleibt genial.