Körper, Geist und Seele im Zusammspiel entscheiden über den psychischen Zustand einer Person


Seit dem 17. Jahrhundert trennten Ärzte Körper und Geist. Sie sahen beides als zwei von einander unabhängige Bereiche an und behandelten die Menschen entsprechend. Studien der vergangenen Jahre verdeutlichten, wie eng die Verbindung von Körper und Psyche ist. Viele Krankheiten sind nicht auf Viren und Co. zurückzuführen, sondern auf die Psyche. Psychosomatik erhält zwar im medizinischen Bereich immer mehr Beachtung. Leider nicht bei allen Ärzten, welche die körperlichen Symptome behandeln, den Geist außer Acht lassen.

Psychotherapie

In Erstaunen versetzt viele Mediziner die Tatsache, wie viel Macht der Körper auf die Seele eines Menschen hat. Aktuell fangen Forscher an, sich damit zu befassen und versuchen, das Ausmaß zu verstehen. Emotional aus dem Gleichgewicht bringen den Menschen nicht nur Ereignisse, sondern auch biochemische Prozesse in den Organen ihres Körpers. Die Vermutung von Wissenschaftler eine Forschungseinrichtung gehen davon aus, dass psychisches Leid tief im Darm entsteht. Weiter ist erstaunlich, die wir mit nicht bewussten Bewegungen unsere Gedanken und Gefühle beeinflussen und lenken. Der Körper kann aller Wahrscheinlichkeit nach für eine neue Art der Psychotherapie ein Schlüssel sein.

Körperliche Beschwerden

Diese Erkenntnis ist nicht neu. Sigmund Freud war zu seinen Lebzeiten der Meinung, dass sich psychische Probleme umwandeln in körperliche Beschwerden. Diese These war lange umstritten. Heute wissen Mediziner, wie sehr sich Stress und Druck am Arbeitsplatz oder Konflikte in der Familie auf die Psyche des Einzelnen auswirken.

Das Gleichgewicht

Das Immunsystem des Kindes formt das seelische Gleichgewicht der werdenden Mutter bereits im Mutterleib. Nimmt das Gleichgewicht durch Stresssituationen Schaden, verändert sich das Immunsystem des Fötus. Grund ist Cortisol, das der Körper der Mutter ausschüttet und über die Plazenta an das Kind weitergibt. Allergien oder andere gesundheitliche Probleme sind die Folge, wenn die Kinder ins Erwachsenenalter kommen. Auch der Beruf spielt eine Rolle für das psychische Gleichgewicht. Je stressiger der Arbeitsalltag ist, desto anfälliger ist der Körper für Erkrankungen. Dies zeigte eine Studie aus den USA, die Pfleger von Alzheimerpatienten auf ihre Psyche untersuchten.

Wahrnehmen, Fühlen, Denken und Verhalten

Unsere Psyche steht auf vier Säulen: Wahrnehmen, Fühlen, Denken und Verhalten. Daneben gibt es eine intensive Verbindung von Psyche und Körper. Wer in der ständigen Angst lebt, dass er die eine oder andere Krankheit bekommen kann, der zieht diese magisch an. Auf der anderen Seite ist es der Körper, der Gefühle steuert. Schon Kneipp sagte: Ein gesunder Körper hat einen gesunden Geist. Beides hängt eng zusammen. Was Mediziner lange Zeit für unmöglich hielten, hat sich bewahrheitet. Gefühle sind in der Lage, körperliche Schmerzen zu verursachen. Auf Erkrankungen und Heilungsprozesse nimmt unsere Psyche einen außerordentlich großen Einfluss.