Körpersprache eines Sportlers verrät den Spielstand


Manch einem Sportler steht die drohende Niederlage buchstäblich ins Gesicht geschrieben, doch andere beherrschen das Pokerface nahezu perfekt. Eine Studie der Kölner Sporthochschule zeigt nun, dass die Körpersprache bei einem Sportler jede Menge über den Spielstand verrät. Quelle Bild: Simon / pixabay.com

Aufbau der Studie zur Körpersprache
120 Probanden nahmen an der Kölner Sporthochschule an einer Studie teil, bei der sie anhand von Videos, die Sportler während eines Spiels zeigten, einschätzen sollten, wie der Spielstand in diesem Moment war. Hierzu wurden Sportler aus den Bereichen Handball, Basketball und Tischtennis gezeigt. Der Spielstand variierte bei den Videos selbstverständlich und die gezeigte Mannschaft oder der Einzelsportler lagen entweder klar in Führung, klar im Rückstand oder es gab etwa Gleichstand. Die befragten Probanden kannten diesen Spielstand selbstverständlich nicht und konnten nur anhand von Körpersprache oder Mimik eine Einschätzung treffen, wie der Spielstand gerade sein könnte. Ziel der Forschergruppe um Philip Furley war es, herauszufinden, ob die Probanden anhand er spärlichen Informationen, wie Körpersprache und Mimik, eine zutreffende Aussage machen konnten und dabei wurde sowohl Männer als auch Frauen und Personen jeden Alters, vom Kind bis zum Greis, befragt.

Ergebnis der Studie zur Körpersprache bei Sportlern
Diese Studie hat ergeben, dass ein eindeutiger Spielstand anhand der Körpersprache der Sportler relativ zuverlässig von den Probanden benannt werden konnte. Das gelang sowohl dann, wenn der Sportler weit zurück als auch, wenn er weit vorne lag. Erstaunlich ist, dass selbst Kinder die Körpersprache der Sportler richtig deuten konnten. Bei sehr knappen Spielständen waren die Ergebnisse nicht so eindeutig und die Angaben der Probanden weniger zutreffend. Philip Furley kündigt an, dass in einem weiteren Test ermittelt werden soll, ob eher die Mimik oder die Körpersprache der Sportler gedeutet werden kann. Dieser erste Test lässt vermuten, dass die Probanden aus der Körpersprache mehr ableiten konnten. Eine Erklärung hierfür sehen die Forscher in der Fähigkeit des Menschen, seine Mimik zu kontrollieren und diese den Umständen anzupassen. Das so genannte Pokerface macht Rückschlüsse deutlich schwieriger. Eine Manipulation unserer Körpersprache fällt den meisten Sportlern jedoch deutlich schwerer.