Psychologie Studie: Der Zusammenhang zwischen Nächstenliebe und dem Baby-Schema

Eines der ältesten Gefühle, mit dem wir Menschen uns immer wieder auseinandersetzten, ist die Nächstenliebe, immerhin taucht diese bereits in der Bibel auf. Diese Nächstenliebe wird im klassischen Sinn meistens auf den nächsten Menschen bezogen, Tiere oder sogar Pflanzen werden so gut wie nie berücksichtigt. Genau dieses Thema zog jedoch die Aufmerksamkeit einiger Forscher auf sich.(Quelle Bild: www.BilderBox.com, Erwin Wodicka)

Studie belegt: Auch Tiere erfahren Nächstenliebe
Ein klarer Beweis, dass Menschen auch für Tiere Nächstenliebe empfinden können, lässt sich in folgendem Beispiel sehen. In einem Video der Internet Plattform Youtube sieht man, wie ein Hund vor laufender Kamera erschossen wird. Kurze Zeit später fand sich bei Facebook bereits eine Seite, die dem Hund in diesem Video gewidmet worden war. Die Seite erhielt binnen kürzester Zeit beinahe 15.000 “Likes” und zeugte so von der Nächstenliebe zu Tieren.

Nächstenliebe: Was passiert, wenn Menschen und Tiere in Konkurrenz treten?
Genau diesen Streit um die Nächstenliebe untersuchte eine Forschungsstudie der amerikanischen Soziologiegesellschaft. Während des Versuchs erhielten die Probanden fiktive Zeitungsberichte, die entweder von den Qualen eines Welpen, eines erwachsenen Hundes, eines Babys oder eines erwachsenen Menschen berichteten. Die Art der beschriebenen Folterung war in jedem Zeitungsartikel dieselbe. Damit ist der variable Faktor der Studie wirklich nur das Opfer.

Verblüffendes Ergebnis der Studie

Das größte Ausmaß an Nächstenliebe erfuhren Babys und Welpen, jedoch rief ein erwachsener Hund eine stärkere Reaktion hervor als ein Erwachsener. Als Ursache der verteilten Nächstenliebe vermuten die Wissenschaftler, dass Eigenschaften wie “unschuldig” und “wehrlos” stark mit den ersten Lebensjahren verknüpft sind. Darüber hinaus können sich Kinder und Tiere schlecht gegen erfahrenes Leid wehren, sie sind also passiv in der Rolle der Leidtragenden. Der Erwachsene wird als aktiv eingestuft, er ist in der Lage, ist sich zu wehren. Zudem sind Babys und Tiere nur eingeschränkt schuldfähig, Erwachsene dagegen sehr wohl zu 100 Prozent.

All diese Faktoren sorgen dafür, dass Tiere oder Kleinkinder mehr Nächstenliebe erfahren als Erwachsene.