Psychologie Studie zeigt: Ängste der Vorfahren beeinflussen uns heute noch


Hinsichtlich der Schlafzimmer-Einrichtung erinnert der moderne Mensch an den Steinzeitmenschen. Immer noch wachen wir nachts ständig auf und platzieren unser Bett so, dass wir potenzielle Gefahren im Blick haben.

Man mag es kaum glauben, aber der Mensch von heute hat so einige Gemeinsamkeiten mit dem Menschen aus der Steinzeit. Eine Studie aus der Psychologie zeigt: Misstrauen und Ängste überlebten die Evolution – deshalb sind unsere Schlafzimmer so eingerichtet, wie sie es sind. (Quelle Bild: www.bilderbox.com)

Ständiges Aufwachen in der Nacht

Wir Menschen wachen nachts in etwa 28-mal auf – so die neue Psychologie Studie von Matthias Spörrle und Jennifer Stich. In der Regel wissen wir am nächsten Morgen nichts davon, nichtsdestotrotz tun wir es. Das ständige Aufwachen bewahrt uns zwar davor, aus dem Bett zu fallen, aber bringen tut es uns ansonsten nicht sehr viel. Anders war das in der Steinzeit, als die Höhlenmenschen noch Höhlen bewohnten und sich in Schutz vor wilden Tieren und anderen Höhlenbewohnern begeben mussten. Das ständige Aufwachen in der Nacht sicherte das überleben der Steinzeitmenschen.

Studie erkennt Nachahmung der Schlafzimmer-Einrichtung

Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen uns modernen Menschen und den Höhlenmenschen besteht den Psychologen Matthias Spörrle und Jennifer Stich zufolge darin, dass wir unser Bett freiwillig in derselben Art und Weise aufstellen, wie sie es einst taten. Insgesamt 138 Probanden baten die Forscher in ihrer Studie darum, ihr virtuelles Schlafzimmer in der Art und Weise einzurichten, wie es ihnen beliebt. 70 Prozent der Teilnehmer an der Studie platzierten ihr Bett an dem Ort, der sich am weitesten von der Tür entfernt befand. Zusätzlich achteten die Probanden darauf, ihr Bett so aufzustellen, dass sie die Tür stets im Blickfeld hatten. Erstaunlich war auch die Tatsache, dass Probanden der Studie sich dann am wohlsten fühlten, wenn sich die Schlafzimmertüre in bettferne Richtung öffnen ließ. Auf diese Weise könnten sie einen potenziellen Einbrecher frühzeitig erkennen, dieser die Probanden jedoch nicht.