Rückenschmerzen: Die Psyche ist eine häufige Ursache


Experten gehen davon aus, dass rund 85 Prozent aller Rückenschmerzen psychische Ursachen haben und genau hier Prävention betrieben werden muss. Quelle Bild: © drubig-photo – Fotolia.com

So wirkt die Psyche auf Rückenschmerzen
Eine aktuelle Pressemitteilung vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen geht erneut auf das Thema Rückenschmerzen ein und erinnert daran, wie hoch der Anteil psychisch bedingter Rückenschmerzen ist. Es wird davon ausgegangen, dass rund 85 Prozent aller Schmerzen im Rücken psychische Ursachen haben oder zumindest durch psychische Ursachen verstärkt werden. Psychische Faktoren, die Rückenschmerzen auslösen können, sind zum Beispiel Stress und Leistungsdruck. Es ist in der Medizin schon lange bekannt, dass Stress zu Verspannungen führen kann und diese wiederum Rückenprobleme verursachen oder verstärken können. Psychologen sehen hier einen neuen Ansatz zur Behandlung von chronischen Rückenschmerzen. Psychotherapien können bei Patienten dazu beitragen, dass sie den Stress in ihrem Leben reduzieren und sich anschließend auch die Rückenschmerzen verringern. In der aktuellen Pressemitteilung vom BDP wird jedoch auch darauf hingewiesen, dass die Psychologie Möglichkeiten zur Prävention bereithält, um erst gar kein chronisches Rückenleiden entstehen zu lassen.

Das können Arbeitgeber gegen psychisch bedingte Rückenschmerzen tun
Auch dem Arbeitgeber kommt in diesem Zusammenhang eine verantwortungsvolle Aufgabe zu. So können Chefs für ein Betriebsklima sorgen, in dem Stress nicht auftritt oder zumindest nicht zur dauerhaften Belastung wird. Auch sollten Arbeitnehmer Wertschätzung erfahren, Entwicklungsmöglichkeiten sehen und keinem zu großen Leistungsdruck ausgesetzt sein. Diese Kriterien führen zu einer psychischen Entlastung im Berufsleben und senken das Risiko für psychisch bedingte Leiden, wie zum Beispiel Rückenschmerzen. Dadurch spart ein Unternehmen auf Dauer erhebliche Kosten ein, die krankgeschriebene Arbeitnehmer verursachen. Außerdem hat die Zufriedenheit der Angestellten weitere positive betriebliche Folgen, wie etwa produktiveres und kreativeres Arbeiten und eine höhere Leistungsbereitschaft, wissen Experten der Arbeits- und Organisationspsychologie. Sie sehen hier auch die Stärken eines verantwortungsvoll geführten Unternehmens, denn zufriedene Mitarbeiter, ein gutes Arbeitsklima und weniger Stress, der zu Rückenschmerzen führen kann, sind Kriterien, durch die sich ein Unternehmen von der Konkurrenz abheben kann, wenn es um die Suche nach Mitarbeitern geht.