Schlafqualität leidet durch Streit am Abend


Viele Paare gehen nicht gerne schlafen, wenn Streit in der Luft liegt. Forscher fanden heraus, dass die Schlafqualität unter einem Streit leidet. Quelle Bild: hans / pixabay.com

Zusammenhang zwischen Streit und Schlafqualität
Ein Streit gehört ebenso zu einer Beziehung, wie die anschließende Versöhnung. Findet ein Streit jedoch am Abend statt und es kommt vor dem Schlafengehen nicht mehr zu einer Versöhnung der beiden Streitparteien, dann leidet darunter nicht nur die emotionale Lage, sondern auch die Schlafqualität. Eine neue Studie der Psychologinnen Lisa Diamond und Angela Hicks hat sich genau mit diesem Zusammenhang zwischen Schlafqualität und Streit beschäftigt. Hierzu untersuchten die beiden Forscherinnen 39 Paare über einen Zeitraum von drei Wochen. Alle Paare führten Buch darüber, ob sie sich am Abend vor dem Schlafen stritten und nicht mehr versöhnten. Außerdem machten sie Angaben zu ihrer Schlafqualität in diesen Nächten. Dabei zeigte sich, was die meisten Paare bereits selbst erfahren haben: Nach einem Streit ohne Versöhnung am Abend war die Schlafqualität deutlich schlechter. Dadurch ließ sich in der Studie beweisen, dass die Schlafqualität von einem Streit erheblich beeinflusst wird.

Streitlust wird durch schlechte Schlafqualität gesteigert
Besonders heikel am Ergebnis der Studie ist die Tatsache, dass dieser Schlafmangel zu weiterem Streit am nächsten Morgen führen kann. Bereits aus anderen Studien ist bekannt, dass Schlafmangel oder eine schlechte Schlafqualität zu einer erhöhten Streitlust führen können. Das liegt daran, dass der Schlafmangel den betroffenen weniger empathisch und kompromissbereit macht. Übermüdete Menschen sind eher auf sich selbst als auf andere fixiert. Es reicht also schon, wenn nach einem Streit am Abend einer der Partner schlecht und dadurch wenig schläft und am nächsten Morgen erneut in Streitlaune ist. So setzt sich der Konflikt vom Vorabend fort. Deshalb raten Experten, einen Streit am Abend vor dem Schlafengehen zu klären. Selbst wenn beide Partner dadurch später ins Bett gehen, genießen sie immerhin eine bessere Schlafqualität und damit einen erholsameren Schlaf.