Warten ohne zu wissen worauf?


Warten ist keinem unbekannt. Man warten nahezu täglich auf irgendwas, auf den Bus, den Arzt, die große Liebe usw. Dabei nimmt das Warten Einfluss auf uns selbst, verändert uns sogar. Warten kann vielfältige Formen annehmen und dennoch ist diesem Zustand stets eines gemein: Warten zerrt an den Nerven.

Nie ist dem Menschen die Zeit so ein quälender Zeitgenosse wie während der Warterei. Ist man beschäftigt fliegt die Zeit unbemerkt dahin. Wartet man kriecht sie nur so daher und zieht sich elendig in die Länge. Dabei ist eine Minute immer 60 Sekunden lang.

Bewusstsein

Dabei ist es charakteristisch fürs Warten, dass die Zeit in das Zentrum des Bewusstseins rückt. Bleibt die Zeit dem Zentrum fern, so ist es kein Warten. Die Zeit stellt sich zwischen der Person und dem gewünschten Ereignis.

Dabei ist Warten stets zielgerichtet. Die Zeit schleicht sich nicht eigenständig ins das Zentrum des Bewusstseins. Der Mensch lässt es zu, weil er auf ein Ereignis wartet. Daher existiert kein Warten ohne Ziel, ohne auf etwas Bestimmtes zu warten.

Ungewissheit

Und dennoch hat Warten auch immer eine gewisse Ungewissheit inne. Mit Warten wird stets auch ein Hoffen und Hoffnung mit dem Ziel verbunden. Das hat zur Folge, dass dem Menschen nicht immer bewusst ist, auf was er genau wartet.

Ein prädestiniertes Beispiel zeigen die Warteschlangen vor den Geschäften in den Staaten des ehemaligen Ostblocks. Hier wartete man stundelang um Lebensmittel zu erwerben. Bis zum Schluss wusste man allerdings nie so genau, ob es überhaupt etwas zu kaufen gab.

Glück

Wer allerdings gänzlich nicht weiß, worauf er überhaupt wartet, der weiß auch nicht, dass er überhaupt wartet. Erst im Nachhinein wird dieser Person bewusst, dass sie gewartet hat, wenn beispielsweise ein Ereignis eintritt, welches nicht zu erwarten war. Hier handelt es sich zumeist um Situationen, die ein unsagbares Glücksgefühl hervorgerufen haben wie beispielsweise die große Liebe gefunden zu haben, obwohl man nicht intensiv gesucht hat.

Hoffnung

Zeitgleich gibt es aber auch das „vorgegaukelte“ Warten. Man behauptet einfach auf etwas Bestimmtes zu warten, obwohl dies nicht der Fall ist. Oftmals wartet der Mensch beispielsweise „auf den richtigen Moment“. Dieser tritt natürlich nie ein, weil man gar nicht wartet, sondern sich dieses nur versucht einzureden.

Warten bestimmt einen Großteil unseres Lebens. Es löst verschiedene Empfindungen aus wie Wut, Ungeduld, Nervosität usw. Mit dem Warten auf ein Ereignis wird auch immer Hoffnung verknüpft. Denn selten wissen wir zu 100% was uns genau erwartet.