Wer interessiert sich für ein Psychologiestudium?


Die Psychologie ist eine empirische Wissenschaft. Sie versucht, menschliche Erlebens- und Verhaltensweisen zu beschreiben, zu erklären und vorherzusagen. Quelle Bild: Lupo / pixelio.de

Teildisziplinen der Psychologie

Der Gegenstandsbereich ist sehr vielfältig; es können verschiedenste Teilbereiche unterschieden werden, die auf bestimmte Aspekte fokussieren. Im Folgenden einige Beispiele:

  • Allgemeine Psychologie (beschäftigt sich mit grundlegenden Prozessen der Wahrnehmung oder Motivation )
  • Persönlichkeitspsychologie (untersucht, was Menschen einzigartig macht)
  • Klinische Psychologie (klassifiziert psychische Störungen und versucht diese zu therapieren)
  • Sozialpsychologie (analysiert das soziale Miteinander)

Das Studium der Psychologie

Der Bachelor-Studiengang umfasst i. d. R. sechs Hochschulsemester, in denen die verschiedenen Teildisziplinen abgedeckt werden. Das genaue Fachangebot kann zwischen den einzelnen Universitäten variieren. Zum gängigen Kanon gehören (neben den bereits erwähnten Disziplinen) Entwicklungs-, Organisations-, Gesundheits-, Biologische und Pädagogische Psychologie sowie Diagnostik.

Elementar ist in jedem Fall, über ausreichende Kenntnisse in den Bereichen Statistik und Forschungsmethoden zu verfügen. Da sich die Psychologie als empirische Wissenschaft versteht, liegt auf diesem Gebiet ein Schwerpunkt. Statistisches und forschungsmethodisches Knowhow ist nicht nur für Psychologen relevant, die in der Forschung tätig sind – auch zum Verständnis der Ergebnisse ist Grundwissen unerlässlich.

Mit einem Bachelorabschluss in Psychologie existieren keine reellen Berufschancen. Daher empfiehlt es sich dringend, ein Masterstudium anzuhängen. Dies umfasst i. d. R. vier Semester, wovon eines für das Erstellen der Masterarbeit zur Verfügung steht. Im Master besteht die Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte zu setzen; je nach dem, für welches Fachgebiet besonderes Interesse besteht. Worauf fokussiert werden kann, ist abhängig vom Angebot der jeweiligen Universität.

Parallel zum Studium (sowohl Bachelor als auch Master) sind Praktika vorgesehen, in denen berufspraktische Erfahrungen gesammelt werden können. Auf diese Weise kristallisiert sich irgendwann heraus, für welchen Bereich individuelle Präferenzen bestehen. Dementsprechend können die Schwerpunkte im Studium gesetzt werden, um den Weg in den Berufseinstieg zu ebnen.


Berufliche Perspektiven

Tendenziell sind die Berufsaussichten sehr gut. Psychologisches Fachwissen ist in unterschiedlichsten Bereichen gefragt, weshalb sich ein vielfältiges Berufsfeld ergibt. Die gängigen Arbeitsfelder sind Beratungsstellen, psychotherapeutische Praxen oder Kliniken sowie Personalabteilungen von Organisationen. Doch auch in eher “untypischen” Sparten ergeben sich Tätigkeitsbereiche: gefragt sind Sport-, Medien-, Verkehrs- oder Umweltpsychologen. Auch die Bundeswehr (zur psychologischen Betreuung von Soldaten) oder die Polizei (Kriminologie oder Forensik) stellen Psychologen ein.

Es wird deutlich, welch vielfältige Möglichkeiten ein Studium der Psychologie eröffnet. Daher kann es jedem empfohlen werden, der sich für die Materie an sich interessiert.

Weitere Infos:

Fakultät für Psychologie

Studienberechtigungsprüfung für Psychologie

Psychologische Studienberatung