Wohlbefinden steigert das Leistungsvermögen

 

Bisher wird Leistung nicht durch Wohlbefinden definiert. Vielmehr spielt das Wohlbefinden generell keine Rolle. Neue Ansätze rücken das Wohlbefinden nun in den Vordergrund und sind überzeugt, dass der Mensch nur unter Berücksichtigung dessen sein volles Potential entfalten kann.

Leistung= Arbeit : Zeit

 

Die bisherige Formel zur Bemessung von Leistung lautet Leistung=Arbeit:Zeit. Nach diesem Prinzip handelt im Grunde jeder. Bedingt durch diesem Verständnis verdichtet sich zwangsläufig die Arbeitszeit oder auch Lernzeit. Dies bedeutet, dass immer weniger Menschen mehr leisten müssen. Die Folgen sind bereits heute deutlich zu erkennen. Die Gesellschaft kämpft mit hohen Burnout-Raten, hohen Psychopharmaka-Raten als auch mit einer enormen Personalfluktuation und hohen Krankenstand. Der Mensch kann unter solchen Umständen gar nicht sein volles Potential ausschöpfen. Dies wiederum hat zur Folge, dass für jeden Beteiligten, egal ob die entsprechende Person, das Unternehmen oder die Gesellschaft, enorme Kosten entstehen.

Leistung=  (Arbeit * Wohlbefinden) : Zeit

Die Positive Psychologie stößt nun mit einer neuen Formel hervor. Leistung sollte demnach durch Leistung=  (Arbeit * Wohlbefinden) : Zeit definiert werden.

Damit ist allerdings nicht gemeint, dass sich die Arbeitnehmer einfach nettere Arbeitsplätze durch freundliche Farben und Blumen schaffen oder einfach weniger arbeiten sollen.

Im Bereich der positiven Psychologie spielt das Wohlbefinden eine entscheidende Rolle. Hierzu muss allerdings stets das Individuum ganzheitlich betrachtet werden. In den Positive-Leadership-research-Ansätzen wird die Person individuell betrachtet. Positive Emotionen werden heraufbeschworen, der Arbeitnehmer erhält Anerkennung und Wertschätzung. Der Arbeitnehmer darf nicht mehr nur als Produktionselement angesehen werden, sondern ebenso als das was er wirklich ist – ein Mensch.

Kompetenz

Zeitgleich braucht der Arbeitnehmer Reflexion. Reflexionsmöglichkeiten seiner Arbeitsstelle, seines Lebens. Er muss Gelegenheit haben sich mit sich selber beschäftigen zu können um seine volle Leistungskompetenz abrufen zu können.

Es gilt im Grunde ein Arbeitsklima zu schaffen, in dem sich der Arbeitnehmer wohl fühlt. In diesem darf nicht mehr nur das Gefühl vermittelt werden, dass Leistungen wie von einer Maschine gefragt sind.

Positive Psychologie vs. Psychologie

Positive Energie versucht auf wissenschaftlichen Wegen Perspektiven zur positiven Entwicklung von Menschen zu finden. Dabei liegen die Schwerpunkte auf Ressourcenorientierung und die möglichen Potentiale der Menschen.

Psychologie hingegen beschäftigt sich mit klinischen Befunden, vorliegenden Erkrankungen und ihren Heilungen.